Der rosarote Panther
Gestern haben Johnny Controletti und meine Wenigkeit es endlich geschafft “Der rosarote Panther” im Kino anzuschauen. Vorbereitend für dieses Event haben wir uns schon seit Monaten mit den Orginalfilmen aus den Jahren 1965-1978 beschäftigt, diese geschaut, diskutiert, analysiert und kritisiert.
Steve Martin hat die Rolle des verstorbenen Peter Sellers übernommen und auch alle anderen Schauspieler, welche inzwischen zu alt für die Filmwelt sind wurden durch jüngere Kollegen ausgetauscht. Inspektor Clouseau ist zwar noch genauso tollpatschig und ungeschickt, wie in den alten Filmen, aber irgendwie auf eine andere Art und Weise. Der aufmerksame Beobachter merkt hier einen Unterschied.
Die Handlung ist einfach und unkompliziert, was wohl auch bei der großen Anzahl an Witzen und tollpatschigen Zwischenfällen nötig ist. Es vergehen keine zehn Minuten in denen das Publikum nicht über Clouseau lacht.
Wir kritisieren:
Abgesehen von den Namen und dem Diamanten gibt es keine Verbindung zwischen dem Remake und dem Orginalfilm. Es handelt sich eigentlich nur um eine einfache, aber lustige Polizeikomödie, in welcher altbekannte Namen auftauchen.
Sehr gestört hat es, dass nahezu alle Charaktere einen französischen Akzent hatten. Es ist nicht wirklich lustig, wenn in einem Film, der in Frankreich spielt, niemand ein ‘H’ aussprechen kann.
Obwohl Inspektor Clouseau am Ende des Films wieder mal auf einem Ball ist und sogar an einer Ritterrüstung vorbeiläuft, zieht er sie nicht an.
Gelungen fanden wir:
Inspektor Clouseau, der gerade irgendwelche Aufnahmen in einem Tonstudio unterbrochen hat, wird darüber informiert, dass die Sängerin, mit welcher er die ganze Zeit gesprochen hat, ihn nicht hören kann, da sie sich in einem schalldichten Raum befindet. Er vergewissert sich “und dieser Raum ist also wirklich schalldicht?” und geht alleine in diesen Raum. Dummerweise können alle Beteiligten über ein Mikrofon hören, wie Clouseau in diesem Raum körperinterne Gase ablässt. Ein alter, aber trotzdem herrlich genialer Witz.
Dass Inspektor Clouseau übelste Probleme hat, das Wort “Hamburger” auszusprechen, ist, obwohl die Szene ziemlich in die Länge gezogen wird, ein absoluter Lacher und wird an mehreren Stellen wieder aufgegriffen.
Fazit:
Alles in Allem ein gelungener Film mit regelmäßiger und intensiver Beanspruchung der Lachmuskeln.
Wer aber eine Fortsetzung der alten “rosaroten Panther”-Reihe erwartet, wird enttäuscht werden.
Auf der Grammschen Skala erhält der Film “Der rosarote Panther” 7 von 10 Punkten.
Auf jeden Fall sehenswert!
Hehe, 7 Punkte treffen den Kopf auf den Nagel. Hehe, und obwohl ich eine Fortsetzung der alten Pink Panther Filme bin, war ich nicht enttäuscht. War einfach anders, als die Alten, aber so zu erwarten.
bei Gramm am 19. März 2006 um 01:54 Uhr.