Polizei auf dem Schulhof
Heute Vormittag hatte ich einen Termin bei Gericht und damit meine ich nichts Essbares, sondern so etwas mit Richter und Rechtsanwalt. Nein, freut euch nicht zu früh, ich muss nicht ins Gefängnis. Und nein, ich saß weder auf der Anklagebank, noch auf der Klägerbank, noch auf dem Richterstuhl. Ich war lediglich ein kleiner, unschuldiger, der wahrheitsfindungshelfender Zeuge. Ich finde, dass ich meine Aufgabe gut gemeistert habe.
Einige Stunden später, wurde ich schon wieder mit dem deutschen Staat konfrontiert: Die Polizei besuchte unsere Hochschule. Was sie genau bei uns wollten, weiß ich nicht. Ich beobachtete sie nur durch das Fenster der Caféteria, wie sie ihren Polizeischlitten direkt (und mit “direkt” meine ich auch “direkt”) vor dem Eingang der Hochschule parkten. Ihr müsst euch die Gegenbenheiten vor der Hochschule, wie einen kleinen Hof, in dem normalerweise kein Auto zu sehen ist, vorstellen.
In nur 30m Entfernung gibt es hunderte Parkplätze für Automobile. Alle kostenfrei. Aber nein, die Polizei muss unmittelbar vor dem Haupteingang der Hochschule parken. Genau dort, wo unzählige hochmotivierte Stunden Studenten umherlaufen.
Ich frage mich, wie die überhaupt dorthin gekommen sind. Denn um diese Stelle mit dem Auto zu erreichen, muss man eigentlich ein Stück auf einem Fußweg und anschließend mitten durch ein Meer parkender Fahrräder gefahren sein.
Warum dürfen die das und ich nicht?
Warum bekomme ich schon einen Strafzettel, wenn ich auf der falschen Straßenseite (also nicht in Fahrtrichtung) geparkt habe, aber die grünen Männer dürfen mit ihr, von Steuergeldern bezahltes - also sozusagen MEIN - Fahrzeug abstellen, wo sie wollen?
Seit wann können Stunden laufen?
Hans Peter am 23. Januar 2007 um 14:06 Uhr.